Mittwoch, September 27, 2006

1000 Kreuze für das Leben

so jetzt komm ich dazu ein wenig von berlin zu berichten:
wir hatten folgende Einladung bekommen:

An einem Arbeitstag finden in Deutschland
ca. 1000 Abtreibungen statt.

Jedes Kind, das dabei stirbt, ist schon ein Mensch.
Sein Herz schlägt seit dem 20. Tag!

Bitte nehmen Sie mit uns für eine Stunde
EIN KREUZ AUF SICH
als ein Zeichen für Menschenwürde und Lebensrecht !


wir entschlossen uns hinzufahren und bei der aktion mitzumachen.
die reise selbst war nicht besonders angenehm. stephan m. hatte uns ein navi. ausgeliehen, welches irgendwie nicht ganz funktionierte...tja. so waren wir auf der fahrt und hatten keine ahnung
wie wir an unser ziel kommen sollten. auf der autobahn überholten uns dann jochen und michael müller, die auch auf den weg zu der aktikon warn und den weg gut kannten oder selbst ein navi hatten. wie auch immer. wir konnten ihnen folgen was ideal war.
vor dem marsch traffen wir uns am alexanderplatz wo einige reden gehalten wurden, infos über abtreibungstatistik und auch ein zeugnis über die abtreibung ihres kindes - wie sie frieden mit gott, dem kind und sich suchte und fand.

Es ist interessant zu wissen dass: "Seit der faktischen Freigabe der Abtreibung 1974 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland (West und Ost) 4,3 Millionen,nach Schätzungen mehr als acht Millionen ungeborene Kinder getötet wurden."
solche fakten sollten jeden betroffen machen. hier kann man, wie eben schon gesagt, mehr solcher erschütternden fakten lesen.

der marsch sollte schweigend ablaufen.
wir wurden dazu aufgefordert für die menschen zu beten, dass sie angesprochen werden und anfangen nachzudenken, was in deutschland und der welt eigentlich abgeht.

eine frau an der wir vorbeiliefen fragte: "und was ist mit den rechten der frau?"
sehr schön! das manche menschen nicht einsehen können wie egoistisch solch ein denken ist. es geht doch um menschenrechte, nicht um frauenrechte.
insgesamt schienen die passanten aber doch bewegt zu sein von der masse an kreuzen, die sich da an ihnen vorbeitrieb. man muss sich nur mal vorstellen, dass diese masse an menschen täglich getötet wird und das nur in deutschland. was wäre, wenn diese kinder alle noch leben würden?

wir hatten polizeischutz, da bei vorherigne demos wohl schon mit farbe und eiern, tomaten...allem möglichen geschmissen wurde. das hatte mich schon etwas unruhig gemacht, als ich sah, dass andere extra ältere kleidung trugen und ich halt eben nicht. tja, aber diesmal bestand die opposition eh nur aus nem dutzend leutchen, die eher wie hippies oder freaks aussahen.


nach einer (langen) stunde kamen wir an.

und hatten dann auch noch einen gottesdienst in der kirche die schräg gegenüber dem gebäude steht, welches wohl das hauptgebäude der humboldt-universität ist:


nach der demo wollten wir uns noch ein wenig berlin anschauen...wenigstens zum brandenburger tor und das holocaust denkmal (siehe gruppenfoto oben) anschauen:



zu meiner letzten freude an diesem tage fand ich dann am ende noch das hier:

bis wir aus berlin wieder rauswaren, dauerte es eine stunde, da die stadt gesperrt war wegen einem marathon. bei kassel fuhren wir dann ne stunde in die falsche richtung. (es war schon spät und alle sehr müde). Somit kann man sagen das der tag super war, ... bis auf die autofahrt.


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